Seminar für Christlichen Orient und Byzanz - Orientalisches Institut - MLU Halle-Wittenberg

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Die Geschichte des Seminars

Die Geschichte des Seminars an der
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Der Oriens Christianus an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg verdankt die Konstituierung als eigenes Fach Prof. Dr. Alexander Böhlig, Professor an den Universitäten Halle und Tübingen, der international zu den bedeutendsten Gnosisforschern und Koptologen zählte.

Ursprünglich gehörte Böhlig zur Theologischen Fakultät, von der er sich dann trennte und sich der Philosophischen Fakultät anschloss. Hier gehörte der Christliche Orient zum Institut für Orientalistik.

Vor 1989 hieß das Fach "Seminar für Byzantinistik", da es aus ideologischen Gründen verpönt war, einen Studiengang nach der Religion zu benennen. Die Literatur, Kultur und Religion der sechs christlich-orientalischen Völker wurde quasi als Anhängsel der byzantinischen Kultur und Religion betrachtet. Das ist nicht unbedingt falsch, berücksichtigt man den unübersehbaren Einfluß der Reichskirche auf die altorientalischen Kirchen. Texte griechischsprachiger Theologen wurden in alle Sprachen der Orientkirchen übersetzt und bilden einen unverzichtbaren Grundbestand der jeweiligen Literatur.

Als die Familie Böhlig nach einer Ägyptenreise Anfang der Sechzigerjahre nicht mehr zurückkehrte, gelangte die Bibliothek in den Besitz des halleschen Seminars. Alexander Böhlig gründete später ein gleichnamiges Seminar an der Universität Tübingen.

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